Mais in den USA herabgestuft

Die Winterweizenernte in den USA läuft auf Hochtouren. Ungewöhnlich weit ist auch die Sojaaussaat. Die Maisbestände zeigen Schwächen. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA hat am Montag die Maisbonituren gegenüber der Vorwoche zurückgestuft. Die US-Bestände präsentieren sich jetzt auch etwas schwächer als im Vorjahr. Damit zeichnet sich ab, dass im neuen Monatsbericht Wasde, den das Ministerium am heutigen Dienstag veröffentlichen wird, die bisher sehr optimistische Prognose zur US-Maisernte 2012 niedriger angesetzt wird. In norddeutschen Maklerkreisen waren bereits Zweifel an der Mai-Schätzung laut geworden, berichtete agrarzeitung.de am Montag.

Die Sojaaussaat ist nach Beobachtung des USDA fast abgeschlossen. Ein Großteil der Bestände ist mittlerweile aufgelaufen. Die Entwicklung ist aktuell wesentlich weiter fortgeschritten als im Vorjahr. Ungewöhnlich schnell kommt auch die Weizenernte voran. Das USDA berichtet, dass zum Wochenanfang 35 Prozent des Winterweizens in den Haupanbaugebieten gedroschen waren. Der Fünfjahresdurchschnitt beträgt zu diesem Zeitpunkt in den USA gerade 9 Prozent. Sommerweizen fällt dagegen - ähnlich wie Mais - im Vergleich zur Vorwoche in den Bonituren zurück, sieht aber besser aus als im Juni 2011.

Bislang ist das USDA von einer wesentlich höheren US-Weizenernte 2012 ausgegangen, zumal die US- Landwirte den Weizenanbau im Jahresvergleich ausgedehnt haben. Möglichweise nimmt das Ministerium aber auch im heutigen Wasde-Bericht an der Weizenernteprognose für die USA Korrekturen vor. (db)
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