Der Regen kann die Trockenschäden bei den Maisbeständen in Niedersachsen nicht mehr ausgleichen. Viele Bestände auf den leichteren Böden im Norden Niedersachsens sehen miserabel aus. Weniger stark, aber dennoch deutlich
hat sich die Trockenheit bei den anderen Getreidearten ausgewirkt. Der Ertrag liegt rund 6,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Insgesamt wird die niedersächsische Getreideernte wohl um über 11 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr wurden rund 6,8 Mio. t geerntet. Bislang gehen die Prognosen zur diesjährigen Ernte von 5,2 bis 5,8 Mio. t aus. Größere Mindermengen wird es voraussichtlich bei Weizen, Triticale und Roggen geben.

Derweil steigen die Weizenpreise in immer weitere Höhen. Branchenexperten verweisen auch auf Spekulanten, die von den steigenden Weizenpreisen angelockt und auf noch höhere Kurse wetten. Der Landhandel in Niedersachsen und die Genossenschaften rechnen mit guten Geschäften - und für die heimischen Bauern auf einen finanziellen Ausgleich für eigene Ernteverluste. (NE)
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