Mais wird für das neue Jahr weggepackt


Die Verarbeiter schließen ihre Bücher und wenden sich den Geschäften des neuen Jahres zu. Mehlmühlen sind gegenüber der ein oder anderen Spotpartie an Weizen nicht abgeneigt.

Die Maisernte ist mit dem Wintereinbruch in dieser Woche bundesweit abgeschlossen. Rückblickend bestätigen sich die guten Ernteprognosen. Die Witterung hat mitgespielt, auch die Trocknungskosten halten sich im Rahmen. "Einen wirklichen Erntedruck hat es bei Mais nicht gegeben", bestätigen Erfassungshändler. Wurde es einmal eng, nahm der Markt die Partien schlank auf. Besonders in den Hauptabnehmerregionen Südoldenburg und Westfalen haben die Verarbeiter ihre Mischungen auf Mais ausgerichtet. 

Mittlerweile verläuft das Geschäft mit Mais und Futtergetreide wie Weizen, Roggen und Gerste zusehends ruhiger. Vor allem Mais haben die Erfassungshändler eingelagert. Auch am Umschlagplatz in Brake sind die Läger voll. "Kaum einer verkauft jetzt noch Mais zu Kursen von 262 Euro pro Tonne franko Südoldenburg", heißt es unter Händlern. Sie verweisen auf die Notierungen, die für Januar gelten werden. Für den Termin Januar/März wird Mais in Westfalen und Südoldenburg mit 265,00 bis 269,00 €/t aufgerufen.

Der Preisabstand von Mais zu Weizen beträgt damit rund 10,00 €/t und darüber. Da das Angebot von Mais nicht drängend ist, bleibt eine Verbindung zum Weizen bestehen. Mehlmühlen beobachten die Entwicklungen am Mischfuttermarkt und wissen um den Bedarf, der ab Januar als hoch eingeschätzt wird.

Deshalb sichern sich Mühlen in Deutschland derzeit noch Partien mit Brotweizen, die kurzfristig angeboten werden. Am Hamburger Markt kann B-Weizen mit 278,00 €/t seine Prämie zur Matifnotierung aufrechterhalten. Bis zum Mittagshandel kann der Januar-Weizenkontrakt sich um 1,00 auf 268,75 €/t verbessern.

Auch Raps verabschiedet sich freundlich in das Wochenende. Die Mittagsnotierung an der Matif steht bei 476,50 €/t, das ist ein Plus von 2,00 €/t gegenüber Donnerstag. (da)
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