Maisernte der EU schrumpft deutlich


Die Aussichten für die Maiserträge in der EU trüben sich ein. Besonders düster sieht es in Südosteuropa aus.

Für Spanien, Italien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien bezeichnen die Agrarexperten des EU-Prognosedienst MARS in ihrem am Montag veröffentlichten Überblick die Lage als „ernst". Hitze und Trockenheit haben dort dem Mais zugesetzt. Besonders einschneidend sind die Auswirkungen in Südosteuropa, wo vorerst kein Ende der überdurchschnittlichen Temperaturen absehbar ist. Die niedrigsten Maiserträge erwartet MARS mit 2,6 t/ha in Rumänien. Doch in Ungarn sieht es mit 4,2 t/ha kaum besser aus, denn dort waren im Vorjahr im Durchschnitt 6,6 t/ha gedroschen worden.

Wegen der Bedeutung dieser Länder für die gesamte EU-Maisernte hat MARS die Ertragserwartung 2012 gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent gesenkt. Gegenüber der Schätzung von vor vier Wochen sind es 7 Prozent weniger.

Da der Körnermaisanbau in der EU im Jahresvergleich um etwa 8 Prozent gewachsen ist,  könnte die EU-Maisernte 2012 aus heutiger Sicht um 10 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen. Einen Rückgang um 13 Prozent hatte am Freitag das Handelshaus Toepfer International geschätzt. Die Hamburger erwarten eine EU-Maisernte 2012 von 56,9 Mio. t.
 
Der Internationale Gerteiderat IGC hat in der vorigen Woche noch 59,9 Mio. t ausgewiesen. In die Statistiken des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA geht die EU-Maisernte bislang noch mit 61,5 Mio. t ein. (db)
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