Die Matif hat sich beruhigt, Chicago ist gleichzeitig im Aufwind. Der Kassamarkt ist unterdessen im Erntestress.

Die Mahlweizenkurse an der Börse in Paris liegen an diesem Freitagmittag mit 1,50 €/t für den Novembertermin im Plus. Bei Raps sind die Verluste zum gleichen Zeitpunkt und Termin mit minus 1,25 €/t überschaubar. Weizen, Mais und Sojabohne am Chicago Board of Trade zeigen sich sehr freundlich.

Gesprächspartner aus dem norddeutschen Kassamarkt erwarten für den heutigen Handelstag keine deutlichen Preissprünge. „Wir werden nicht mehr stark ins Plus gehen, da einfach das Wochenende bevorsteht“, sagte ein Händler zu agrarzeitung.de.

Vor dem Wochenende fällt die Geschäftstätigkeit üblicherweise geringer aus. Im Übrigen sind die Beteiligten im physischen Geschäft mit der Ernte beziehungsweise deren Erfassung vollauf beschäftigt.

B-Weizen, franko Hamburg, Basis September wird derzeit mit einer Prämie von rund 3 €/t über dem Matif-November-Future bewertet.

Einige Marktteilnehmer halten das aktuelle Preisniveau im Weizenbereich für stabil – allerdings mit einer hohen Schwankungsbreite, die durch zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen zustande kommt. Sie sehen die Kurse an der Matif in einer Spanne von 250 bis 270 €/t, wobei 270 €/t als Ausnahme gilt. So schnell würden solche Spitzenpreise wohl nicht mehr erreicht werden.

In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hat die neuerntige Wintergerste positiv überrascht. Die Erträge liegen je nach Standort zwischen 80 und 100 dt/ha. Nun richtet sich die Hoffnung darauf, dass der Weizen ähnlich gute Werte aufweist. Bei den ersten Partien von schwachen Böden seien die Erträge allerdings bescheiden ausgefallen, heißt es. (pio)
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