Mehr Winterweizen ausgesät


Die Aussaat von Winterweizen ist auf der Nordhalbkugel weitgehend im Plan. Die ukrainischen Landwirte haben besonders stark ausgedehnt. Auch in Deutschland wächst der Anbau.

Einen Anstieg des globalen Weizenanbaus zur Ernte 2013 erwartet der Internationale Getreiderat IGC. Die Länder mit Winterweizenanbau haben die Weichen gestellt. In der EU beobachtet der IGC deutliche Zuwächse in Deutschland, Dänemark und Polen. Grund ist, dass in diesen drei Ländern im Vorjahr erhebliche Flächen ausgewintert waren.

In Frankreich und Großbritannien könnte es auch etwas mehr Weizen werden, weil dort die Landwirte wegen widriger Witterungsbedingungen im Spätsommer mit der Rapsbestellung in Verzug geraten sind. Lediglich in einigen immer noch zu trockenen Regionen Südosteuropas berichtet der IGC von ausgeprägten Schwierigkeiten für die Aussaat von Winterweizen.

Günstig sind die Verhältnisse im Westen und Süden Russlands, wo ebenfalls Winterweizen dominiert. Vor allem im Süden hat es im Oktober ausreichend Niederschläge gegeben, stellt der IGC fest. Noch idealer waren offenbar die Bedingungen in der Ukraine, wo es sehr große Flächengewinne gegeben haben könnte. Dies bestätigt auch das Agrarministerium in Kiew, das in dieser Woche den Abschluss der Herbstbestellung auf 90 Prozent der geplanten Flächen gemeldet hat. Weiter östlich in Russland, vor allem in Sibirien, sowie in Kasachstan kommt ausschließlich Sommerweizen zum Anbau.

In Nordamerika ist die Winterweizenbestellung nach Einschätzung des IGC ebenfalls weitgehend im Plan. Ideal sind die Bedingungen in Kanada. Für die USA weisen die wöchentlichen Berichte des Landwirtschaftsministeriums USDA einen durchschnittlichen Verlauf der Aussaat aus. Regional sind die Folgen der ausgedehnten Sommertrockenheit jedoch noch zu spüren, merkt der IGC an. (db)
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