Ernte 2017

Menge bei Weizen und Sommergerste fehlt

Der größte Teil der Ernte in Rheinhessen und anderen frühen Gebieten des Südwestens ist eingebracht. Auf den späteren Böden warten die Landwirte auf wieder besseres Wetter. Weizen, vor dem Regen geerntet, bleibt weiterhin ein Produkt mit hohen Proteinwerten und bisher auch sehr hohen Fallzahlen. Das Hektolitergewicht fällt sehr unterschiedlich und eher unterdurchschnittlich aus. Die Erträge zeigen sich weiterhin sehr uneinheitlich zwischen 5,0 bis 8,0 t/ha. Besonders auf den Flächen mit Zuckerrübe als Vorfrucht fehlte dem Getreide das Wasser. Die Auswirkungen der aktuellen Regenfälle werden mit Sorge im Hinblick auf die Qualitäten der noch zu erntenden Partien gesehen.

Auch Raps zeigt vor dem Regen weiterhin sehr heterogene Erträge. Generell ist von eher geringeren Erträgen und damit einer kleineren Menge als in anderen Jahren auszugehen.

Auch beim Weizen gehen Marktteilnehmer im Südwesten bei der bisher eingebrachten Menge davon aus, dass sie bis zu 20 Prozent unter normalen Jahren liegen kann. Auch bei der Sommergerste fehlen über den Ertrag 15 Prozent. Weitere 15 Prozent könnten noch über das nicht passende Eiweiß fehlen.

In Bayern bleiben die bisher angelieferten Mengen an Weizen nach wie vor überschaubar und nicht repräsentativ. Sehr heterogene Erträge und ebenfalls hohes Eiweiß kennzeichnen die bisher eingebrachten Partien. Auch in Baden-Württemberg und Bayern könnte die Weizenernte kleiner als in anderen Jahren ausfallen. (dg)
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