Futterweizen für den schnellen Bedarf ist gefragt. Bei spätem Druschbeginn kann es für die Mischer eng werden. Händler aus dem norddeutschen Markt bestätigen am Montag die knappe Versorgungslage der Mischfutterindustrie.

Käufer verfolgen demnach aufmerksam die Entwicklung des Sommerweizens, der auf vielen ausgewinterten Flächen deutschlandweit nachgesät wurde. „Man beobachtet genau, ob daraus Qualitäts- oder Futterweizen wird“, beschreibt ein Hamburger Marktteilnehmer die Stimmung im Gespräch mit agrarzeitung.de. Denn Futterqualitäten in ausreichender Menge könnten für Entspannung sorgen.

Gleichzeitig stufen Marktteilnehmer aus Nord- und Süddeutschland die Versorgung der Mischer im Südoldenburger Raum und der Kraftfutterindustrie in Richtung Niederlande im Anschluss an die Ernte als so eng ein, dass ein späterer Druschbeginn für Spannung sorgen könnte.

Für Futterweizen, franko Südoldenburg, schnelle Ware, lagen die bezahlten Niveaus zuletzt bei 242 €/t. In bayerischen Handelskreisen berichten Gesprächspartner über Futterweizenpreise von 240 €/t cif Holland. Entsprechende Ware franko Hamburg notiert bei 230 €/t. (pio)
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