Moskau verkauft jetzt die Ernte 2011


In Russland werden die Weizenverkäufe aus staatlichen Beständen in der kommenden Woche fortgesetzt. Die Bedingungen können noch angepasst werden.

Das Agrarministerium in Moskau hat Ende Dezember angekündigt, die Ausschreibungen ab dem 15. Januar fortzusetzen. Zum Verkauf stehen sollen dann wöchentlich etwa 130.000 t Weizen. Die genauen Bedingungen sollen der Entwicklung an den Märkten angepasst werden, heißt es im Ministerium.

Die bisherigen Interventionsverkäufe von Mitte Oktober bis Ende Dezember 2012 waren auf Mühlen und Mischfutterhersteller in marktfernen Gebieten wie Sibirien, die Uraldistrikte und die Regionen an der Pazifikküste begrenzt. Insgesamt sind knapp 1,2 Mio. t Weizen aus der staatlichen Reserve verkauft worden. Das meiste war Weizen aus den Ernten 2008 und 2009. Kleine Mengen stammten außerdem aus der Ernte 2011. Bei den Qualitäten dominierten Brotweizen (Klasse 3). Dagegen handelt es sich bei der Ware aus der Ernte 2011 bisher ausschließlich um Futterweizen (Klasse 4).

Gezahlt worden sind für die verschiedenen Qualitäten im Verlauf der Ausschreibungen zwischen knapp 8.000 Rubel/t (umgerechnet 200 €/t) bis zu bis 8.325 Rubel/t (210 €/t), jeweils ab Lager. Den höchsten Preis erzielte Futterweizen der Ernte 2011. Generell haben die Käufer im Verlauf der wöchentlichen Ausschreibungen von Oktober bis Dezember ihre Gebote im Durchschnitt um etwa 10 €/t erhöht. (db)
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