Moskau will ab Februar an die Reserve


Russland plant umfangreiche Interventionsverkäufe im kommenden Jahr. Die bisherigen Weizenfreigaben laufen nach Plan.

Das Agrarministerium in Moskau kündigt an, dass ab Februar große Mengen Getreide aus den staatlichen Vorräten verkauft werden sollen. Die Tonnagen präzisierte das Ressort allerdings nicht. Die Fachleute im Ministerium rechnen damit, dass im Februar und März am heimischen Markt die größten Engpässe zu erwarten seien.

Die bisherigen Interventionsverkäufe laufen wie geplant. Seit dem Start der Freigaben am 23. Oktober sind bis Mittwoch dieser Woche zusammen 820.000 t Weizen der Ernten 2008 und 2009 versteigert worden, zeigen die aktuellen Zahlen der Moskauer Börse Micex. Im Durchschnitt aller Verkäufe haben die Bieter für Brotweizen (Klasse 3) und Futterweizen (Klasse 4) umgerechnet rund 200 €/t ab Lager gezahlt. Lediglich für Futterweizen der Ernte 2009 ist etwas weniger gezahlt worden.

Bis zum Jahreswende sind Freigaben von zusammen etwa 1 Mio. t geplant. Den Weizen können zurzeit ausschließlich Mühlen und Mischfutterhersteller  in Sibirien, in den Uraldistrikten und in den Regionen an der Pazifikküste ersteigern.

Aktuelle Zahlen zu den staatlichen Vorräten liegen zurzeit nicht vor. In den bisherigen Diskussionen zur Getreideversorgung war von rund 5 Mio. t Getreide in der staatlichen Reserve die Rede. (db)
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