Neue Bestätigung für geringere Ernten in Russland

Die Hinweise auf Ertragseinbußen im Süden Russlands verdichten sich. In manchen Regionen stehen Produktionsrückgänge um bis zu 30 Prozent zu befürchten. Vor dem Wochenende haben Nachrichten über vereinzelte Regenfälle zwar noch die Weizennotierungen an den Börsen gedrückt. Doch in den Verwaltungsgebieten Stawopol und Rostow im Süden stehen die Zeichen nicht auf Entspannung.

Das börsennotierte Agrarhandelsunternehmen Trigon Agri hat am Montag Erwartungen an Ertragsrückgänge in Folge von Trockenheit und Hitze bestätigt. In Stawropol habe die Gruppe sich dazu entschlossen, die für den Anbau von Sonnenblumensaat vorgesehene Fläche zu reduzieren. Trigon Agri bestellt für die diesjährige Ernte eine Fläche von insgesamt 86.000 ha, davon 61 Prozent in der Ukraine und 39 Prozent in Russland.

Im russischen Verwaltungsgebiet Rostow warnt das dortige Agrarministerium vor einem trockenheitsbedingten Ernterückgang um bis zu 30 Prozent. Leiter von landwirtschaftlichen Betrieben hätten dem Ministerium von befürchteten Produktionsrückgängen zwischen 25 bis 30 Prozent berichtet, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf den Pressedienst des Ressorts. Im vergangenen Jahr wurden in der Region 7,7 Mio. t Getreide erzeugt oder die drittgrößte Ernte Russlands. (pio)
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