Erzeuger in Niedersachsen haben 2012 knapp 19 Prozent weniger Winterweizen eingefahren als im Vorjahr. Die Produktion von Körnermais steigt nur leicht.

Rund 2,5 Mio. t Winterweizen haben Landwirte in Niedersachsen in diesem Jahr gedroschen. Das geht aus der Auswertung der Befragung der Ernte- und Betriebsberichterstatter Ende August hervor, die das Landesamt für Statistik in Hannover an diesem Freitag veröffentlicht hat. Im Vergleich zur Ernte 2011 entspricht das einem Rückgang um 18,5 Prozent.

Aus den späten Druschergebnissen seien zwar hervorragende Werte aus dem Norden und Westen eingetroffen, insbesondere aus den Marschen, heißt es weiter aus Hannover. Aber im Hügelland und der Börde wurden zum Schluss Bestände gedroschen, bei denen eine Ausbesserung der Auswinterungsstellen nicht so gut gelang.

Auch bei Wintergerste ergibt die vorläufige Schätzung für die Ernte 2012 in Niedersachsen deutliche Rückgänge. Die Produktion sinkt um 4,7 Prozent auf 0,78 (Vorjahr: 0,82) Mio. t.

Die Roggenernte (inkl. Wintermenggetreide) hingegen steigt in erster Linie durch deutlich höhere Erträge als im Vorjahr um 45 Prozent auf 0,86 Mio. t.

Die Produktion von Körnermais übertrifft das Vorjahresergebnis trotz einer deutlichen Flächenausdehnung um 14 Prozent auf gut 105.500 ha nur leicht. Die Durchschnittserträge liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Befragung ergibt eine Ernte von 0,96 Mio. t – das wären 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. (pio)
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