Neue Gewitterwolken an den Börsen

Rapssaat in Paris schreibt am Donnerstag tiefrote Zahlen. Das löst am Kassamarkt Unsicherheit aus.

Mit 9 €/t ist Rapssaat zum Novembertermin am Donnerstagmittag in den Miesen. Der Mahlweizen hält sich im Vergleich dazu noch sehr stabil mit einem Minus von lediglich 2 €/t.

Bei Raps zeigt sich damit erneut die stärkere Bindung an außenstehende Märkte. Rohöl notiert aktuell ebenfalls schwächer, auch der Deutsche Aktienindex Dax steht auf rot.

Hinzu kommen aus manchen Ländern fundamentale Entspannungssignale. Händler berichten von besseren Aussichten auf die Canola-Produktion in Kanada, und auch in den USA sagen Wetterdienste ergiebige Niederschläge in den Anbaugebieten des Mittleren Westens in den kommenden Tagen voraus.

Doch gerade die Regenfälle in den US-Mais- und Sojagebieten werden nach jetziger Einschätzung nur von kurzer Dauer sein, geben Händler im Gespräch mit agrarzeitung.de zu bedenken. Werde es nach einer kurzen Niederschlagsphase dort wieder trocken und heiß, wird die Sojabilanz deutlich enger ausfallen.

Das dicke Minus bei der Rapssaat in Paris hat indes zur Folge, dass die Geschäftstätigkeit am Kassamarkt ruhig ausfällt. Marktteilnehmer wollen die weitere Börsenentwicklung zunächst beobachten und seien verunsichert, heißt es. An eine nachhaltige Korrektur will noch keiner glauben. (pio)
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