Neue Spieler am Weizenmarkt 2012/13


Weltweit dehnen Landwirte die Fläche mit Winterweizen zur Ernte 2013 aus. Am Exportmarkt verschieben sich die Kräfteverhältnisse.

Feste Preise und normale Wetterverhältnisse vorausgesetzt, sollte die globale Winterweizenfläche zur Ernte im kommenden Jahr um 2 Prozent wachsen. Diese frühe Prognose wagte der Internationale Getreiderat (IGC) am Freitagabend in London.

Die Schätzer rechnen mit einer globalen Fläche von gut 223 Mio. ha Winterweizen zur Ernte 2013. Das Anbauareal zur Ernte 2012 schätzt der IGC auf knapp 219 Mio. ha. In Russland, der Ukraine und Argentinien sollen Landwirte mehr Weizen aussäen. 

Die EU-Winterweizenfläche falle voraussichtlich 2 Prozent höher aus als 2012 und erreiche 25,8 Mio. ha. Insbesondere in Polen, Dänemark und Deutschland erwarten die Londoner Schätzer Zuwächse.

Am Exportmarkt für Weizen 2012/13 werden nach Prognosen des IGC die Kräfteverhältnisse neu sortiert. Russland, die Ukraine und Kasachstan werden nur noch einen gemeinsamen Anteil von 15 Prozent am globalen Weizenhandel halten; 2011/12 standen die drei Schwarzmeerländer für immerhin gut ein Viertel der weltweit gehandelten Weizenvolumina.

Gemeinsam werden Russland, die Ukraine und Kasachstan voraussichtlich 20,3 Mio. t Weizen exportieren nach noch 37,7 Mio. t in der vorangegangenen Saison. Dafür wird Indien nach aktueller Einschätzung des IGC 4,3 Mio. t Weizen ausführen, nach nur 1 Mio. t im Jahr zuvor. 

In Indien sehen die Schätzer noch Luft nach oben beim Ausfuhrpotenzial, da die Weizenläger nach einer Rekordernte gut gefüllt seien. Indien ist nach Jahren der Exportbeschränkungen ein neuer Spieler am Weizenmarkt. Vor allem asiatische Importeure zeigen Interesse an dieser Herkunft. (pio) 
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