Nach den Getreidebauern bangen jetzt auch die Kartoffelanbauer in Niedersachsen um ihre Ernte. Mit Ernteausfällen von mehr als 30 Prozent bei Kartoffeln, rechnet der Landesbauernverband auf Grund der extremen Hitze und der damit verbundenen Sonneneinstrahlung. Obwohl die Landwirte die riesigen Kartoffelfelder beregneten, seien die Ausfälle kaum zu verhindern, so die Einschätzung von Experten. Die eher pessimistischen Ernteprognosen schlagen sich bereits auf die Erzeugerpreise für Kartoffeln nieder. Frühkartoffeln, die jetzt in Niedersachsen gerodet werden, bringen den Bauern zurzeit 40 €/100 kg - so viel wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Deutliche Ernteeinbußen und Qualitätsverluste bei der Weizenernte müssen die Landwirte in Niedersachsen besonders auf den leichten Böden in der Lüneburger Heide hinnehmen. Auf den guten Standorten - wie beispielsweise in der Hildesheimer Börde - halte sich das Risiko noch etwas in Grenzen, wie Konrad Weiterer vom gleichnamigen Landhandelsunternehmen im niedersächsischen Algermissen mitteilte. In Niedersachsen dürfte sich die Getreidernte wegen der anhaltenden Trockenheit nur noch zwischen 5,2 und 5,8 Mio. t bewegen. Vor gut drei Wochen waren noch 6 bis 6,7 Mio. t prognostiziert worden. (NE)
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