Niedersachsen: Erträge unter Vorjahr


Das in Niedersachsen geerntete Getreide zeigt in diesem Jahr große Ausschläge in der Ertragshöhe und in den Qualitäten. Nach Ermittlungen der agrarzeitung (az) streuen vor allem die Weizenerträge sehr stark und liegen in Südhannover bei größeren Schwankungen im Schnitt zwischen 80 und 90 dt/ha. Damit fällt die Weizenernte dort etwa 10 bis 15 Prozent kleiner als im Vorjahr aus. Die leichten Böden im Südoldenburger Raum brachten allerdings mit etwa 80 dt/ha im Schnitt überdurchschnittliche Erträge. Die Qualitäten und Proteinwerte streuen stärker als in anderen Jahren. In Südhannover fallen sie mit 11,5 bis 12 Prozent in diesem Jahr besser als in der vergangenen Ernte aus. Überwiegend konnten backfähige Qualitäten geerntet werden. Die Hektolitergewichte sind gut und die Fallzahlen waren bis zuletzt sehr hoch. Die Erzeugerpreise in Niedersachsen liegen für Brotweizen zwischen 100 und 105 €/t. Für Futterweizen werden überwiegend 90 bis 95 €/t gezahlt, in die Veredelungsgebiete allerdings 10 €/t mehr.

Auch die Roggen- und Triticaleernten konnten überzeugen. Es wurden durchweg sehr gute Qualitäten und bessere Erträge als im Vorjahr eingefahren. Die Erzeugerpreise für Roggen pendeln zwischen 65 bis 75 €/t, für Triticale liegen sie etwa 10 €/t unter dem Futterweizen. Bei den niedrigen Roggenpreisen gibt es für Roggen wieder verstärktes Interesse aus der Ethanolindustrie und der Biogasbranche.

Insgesamt ist die Ernte in Niedersachsen weitgehend beendet. Lediglich in den Mittelgebirgslagen und vor allem an der Küste sind noch größere Flächen zu ernten, berichtet das Landvolk Niedersachsen. (St)
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