Niedersachsen erwartet reichlich Roggen

Die Mähdrescher laufen in Niedersachsen auf Hochtouren. Die offizielle Ernteprognose zeigt kräftige Verschiebungen unter den Getreidearten.

In seiner ersten Ernteschätzung geht das Statistische Landesamt in Hannover 2012 von einer Getreideernte (ohne Mais) in Höhe von 5,4 Mio. t aus. Das wären 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Für den Zuwachs sorgen vor allem Roggen und Sommergerste. Sie kompensieren Ausfälle der Weizenernte.

Aktuell laufen die Mähdrescher auf Hochtouren. Engpässe gibt es kaum, berichtet Georg Keckl vom Statistischen Landesamt. Denn mit dem zunehmenden Maisanbau in Niedersachsen sind nach seiner Beobachtung in vielen Regionen Druschkapazitäten frei.

Zurzeit steht die Wintergerste im Vordergrund. Sie wächst nach Auswinterungen auf wesentlich kleinerer Fläche als im Vorjahr. Die erste Ernteschätzung weist überdurchschnittliche Erträge aus, obwohl es regional in überreifen Beständen zum Ährenknicken gekommen ist. Erheblich ausgedehnt worden ist der Anbau von Sommergerste. Die gesamte niedersächsische Gerstenernte 2012 schätzt das Landesamt jetzt rund 12 Prozent höher als 2011.

Nicht ausgleichen kann dagegen der Anbau von Sommerweizen die fehlenden Winterweizenmengen. Das Statistische Landesamt rechnet für Niedersachsen mit einem Rückgang der Weizenernte gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent.

Außergewöhnlich hoch fällt voraussichtlich die niedersächsische Roggenernte aus. Zu einer ausgedehnten Fläche kommen sehr hohe Erträge. Hier rechnet das Landesamt mit einer Zunahme der Ernte im Jahresvergleich um 51 Prozent.

Winterraps wird 2012 wieder ein eher mäßiges Ergebnis bringen. Hier lautet die Prognose gegenüber dem schwachen Vorjahr auf ein Plus von 2 Prozent. (db)
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