Niedrige Erträge in der Schwarzmeerregion

Die Erntearbeiten in der Ukraine laufen in diesen Tagen auf Hochtouren. Erste Mengen werden für die Ausfuhr bereitgestellt.

Die ersten Partien an Gerste werden momentan im Hafen Odessa für den Export aufbereitet und verladen. Auch mit den ersten Exporten von Rapssaat in Richtung Westeuropa wird in diesen Tagen gerechnet.

Im Süden der Ukraine sind die Erntearbeiten bei Weizen, Gerste und der Rapssaat schon weit fortgeschritten. Jetzt startet der Drusch auch im Norden und Westen des Landes.

Bis zum Anfang der laufenden Woche wurden knapp 10 Prozent des Weizens, und 20 Prozent der Gerste geerntet. Es zeichnet sich nach Auskünften von Marktteilnehmern aus der Region ab, dass die diesjährige Ernte in der Südukraine aber auch in Südrussland und Moldawien sehr niedrig ausfallen wird.

Aus der Südukraine wird gemeldet, dass die Weizenernte mindestens 10 dt/ha weniger Ertrag als im Vorjahr bringen werde. Auch die Rapsernte fällt dem Vernehmen nach niedriger aus, hier sind etwa 30 Prozent mit bisher schwachen Erträgen geerntet.

Das trockene und heiße Wetter mit aktuell 30 Grad Celsius hält unterdessen weiter an. Im benachbarten Moldawien wird die Ernte möglicherweise so gering ausfallen, dass Beobachter die Importe von Getreide nicht ausschließen.

„Alles, was zurzeit über die Trockenheit in der Schwarzmeerregion berichtet wird, ist tendenziell richtig. Wahrscheinlich kommt es noch ein bisschen schlimmer," schätzt ein Marktbeobachter aus Kiew die Lage im Gespräch mit agrarzeitung.de ein. (Ps)

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