Niedrige Weizengewichte bestätigen sich


Die Getreideernte in Nordrhein-Westfalen kommt nach Regenunterbrechungen nur langsam voran. Bei Weizen hat sich die starke Streuung der Qualitäten bestätigt. Die Erträge der zuletzt geernteten Weizenpartien haben sich etwas verbessert: Im Westen werden nach wie vor zwischen 10 bis 25 Prozent niedrigere Weizenerträge gegenüber dem Vorjahr erwartet. Auf den leichteren Böden brachte der Weizen teilweise noch überraschend hohe Erträge. Die Naturalgewichte streuen unverändert stark. Sie liegen zwischen 68 und 78 kg/hl und fallen unterdurchschnittlich aus. In den Mittelgebirgslagen im Westen und Südwesten hat die Weizenernte noch nicht eingesetzt. Der Weizen ist noch nicht reif. Bei den etwas kühleren Temperaturen lassen sich vorerst keine Probleme bei den Fallzahlen erwarten.

Die Erzeugerpreisfindung für Weizen ist schwierig, denn die Vorgaben der Matif variieren. Im Rheinland haben sich in den vergangenen Tagen Erzeugerpreise von um die 150 €/t frei Erfassungslager eingespielt, in den westfälischen Veredelungsregionen liegen sie zwischen 160 und 165 €/t frei Erfassungslager.

Bei den weiteren Getreidekulturen stockt die Ernte witterungsbedingt ebenfalls. Erste Ergebnisse beim Roggen deuten darauf hin, dass er mit Hitze und Trockenheit besser zurechtgekommen ist. Bei Braugerste enttäuschen weiterhin die Vollkornanteile. Doch die Eiweißgehalte haben sich im Westen inzwischen auf mälzungsfähige Werte eingependelt. Die Rapsernte ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Durch die lange Blütezeit reifen die Bestände unterschiedlich ab, vor allem die unteren Schoten sind zum Teil noch nicht reif. Die Tendenz zu einer durchschnittlichen Rapsernte und durchschnittlichen Ölgehalten bestätigt sich. (St)
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