Im größten Rapsanbauland Deutschlands steht die Ernte kurz bevor. Detlev Kurreck, Bauernpräsident in Mecklenburg-Vorpommern ist optimistisch, dass eine vergleichsweise gute Ernte mit 20 bis 30 Prozent besseren Erträgen als im Vorjahr einfahren wird. „Im Herbst 2016 mussten wir mit einem regional starken Auftreten von Blattläusen in den Winterrapsbeständen kämpfen“, so Kurrek. Durch den Schädlingsbefall kam es in einzelnen Regionen zu Schäden an den jungen Rapspflanzen. Die günstigen Wachstumsbedingungen im Spätherbst und im Frühjahr ermöglichten dann jedoch vielerorts eine gute Entwicklung des Winterrapses und des Wintergetreides.

„Die Getreidebestände sind wegen der vielen Niederschläge ins Lager gegangen. Die Pflanzen liegen teilweise am Boden, was das Abreifen und Abtrocknen des Getreides erschwert und den Mähdrusch verkompliziert," erklärte Kurreck auf der Erntekonferenz am Donnerstag bei der Wöpkendorfer Agrargesellschaft. Die Nässe begünstigte auch das Auftreten von pilzlichen Schaderregern in den Mähdruschfrüchten. Frostige Nächte im April verursachten teilweise den Abwurf von Knospen im Raps sowie physiologische Blattveränderungen beim Getreide. Die Preise sind für Raps mit 348 €/t fast auf Vorjahresniveau. Weizen ex Ernte liegt bei 162 €/t gut 20 €/t über dem Vorjahr. (da)

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