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Serbien könnte 2008 eine der besten Maisernten seit Jahren einfahren. Die Weizenernte wird dagegen vermutlich weniger üppig ausfallen. Die bisherigen Wachstumsbedingungen sind für alle Kulturen sehr gut, beobachten die Agrarexperten der US-Botschaft in Belgrad. Sie berichten von einer Maisanbaufläche von 1,25 Mio. ha. Das wäre gegenüber dem Vorjahr ein Flächenzuwachs um 4 Prozent. Wäre mehr Saatgut verfügbar gewesen, hätte die Fläche sogar 1,3 Mio. ha übersteigen können, schätzen die Marktbeobachter. Unter weiter anhaltenden günstigen Witterungsbedingungen könnte die Maisernte 2008 mit 6,5 Mio. t um 30 Prozent höher als im Vorjahr ausfallen. Die möglichen Exporte 2008/09 beziffert die US-Botschaft auf 1,0 Mio. t Mais. Damit wäre Serbien wieder einer der Hauptanbieter auf dem Balkan.

Weizen wird dagegen weniger reichlich verfügbar sein. Die geschätzte Fläche von 463.000 ha ist nach den Aufzeichnungen des Landes die kleinste seit 1919. Auf dieser Grundlage prognostizieren die US-Experten eine mögliche Weizenernte von 1,76 Mio. t. Damit würde der serbische Inlandsbedarf gerade gedeckt. (En)

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