Die Ernte von Weizen geht in Ostdeutschland nur schleppend voran. Es gibt überraschend gute, aber auch enttäuschende Qualitäten. Alle Aussagen stützen sich auf wenige geerntete Flächen. Sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen und Thüringen sind erst rund 10 Prozent der Weizenfläche gedroschen. Lediglich im Süden von Brandenburg haben die Landwirte die Ernte schon beenden können. Die seit einer Woche immer mal wiederkehrenden Regenschauer halten den Mähdrusch auf.

In der Uckermark sind bisher für die Region zufriedenstellende Weizenqualitäten von um die 13,5 Prozent Protein und Hektolitergewichte von 74 bis 80 kg eingefahren. In Sachsen berichten Händler und Landwirte von sehr unterschiedlichen Partien. Die ersten Qualitätssorten erreichen jedoch ihre 14 bis 15 Prozent Protein. Die Hektolitergewichte liegen in einem mittleren Niveau von 73 bis 76 kg. Dennoch gibt es auch sehr schwache Partien mit viel Schmachtkorn. In Thüringen konnten die Landwirte bisher am wenigsten Weizen ernten.

Bis zum Sonntag sind für Ostdeutschland noch Schauer angekündigt, danach hoffen die Landwirte auf eine „Weizenwoche" und darauf, dass der Regen den Fallzahlen nicht zu sehr zugesetzt hat. (sta)
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