Ernte 2014:

Passable Weizenqualitäten im Westen

Im Kerngebiet des Rheinlands ist die Weizenernte zu 85 bis 90 Prozent abgeschlossen. Bisher konnten noch 80 Prozent als backfähige Ware geerntet werden. Die Proteinwerte liegen etwa 0,75 Prozent unter dem Vorjahreswerten und bewegen sich zwischen 11,5 und 12 Prozent. Im südlichen Rheinland und nördlichen Rheinland-Pfalz liegt das Verhältnis allerdings bei Zweidrittel Brotweizen und einem  Drittel Futterweizen. Die zuletzt geernteten Partien wiesen zwar noch akzeptable Fallzahlen aus, doch die Naturalgewichte fallen ab.
 
Am Niederrhein und im nördlichen Rheinland stehen noch 20 bis 25 Prozent des Weizens draußen - überwiegend problematische Partien, die nach dem Pfingst-Unwetter ins Lager gegangen waren. Dort wurde der Weizen zuletzt mit Feuchtigkeitsgehalten bis zu 20 Prozent geerntet. Der Handel berichtet,   dass er aufgrund niedrigerer Hektolitergewichte mehr Lagerraum für Weizen benötigt, als üblich. Für Weizen, der im Rheinland und Westfalen noch auf dem Feld steht, lassen sich nur noch wenige Brotweizenqualitäten erwarten, zumal zum Wochenende wieder Regen angesagt ist.
 
Im westlichen Westfalen steht noch ein Viertel des Weizens auf dem Halm. Die zuletzt geernteten Partien müssen bei Feuchtigkeitsgehalten von um die 18 Prozent getrocknet werden. Die Hektolitergewichte fallen auf durchschnittlich 72 kg ab, rund die Hälfte brachte bisher aber Mühlenqualität. Im Ostwestfalen konnte erst die Hälfte der Weizenernte eingefahren werden. Die Proteinwerte liegen um die 11 Prozent.
 
Die Erzeugerpreise unterscheiden sich je nach Brot- und Futterweizenqualität. Im Rheinland werden für Brotweizenqualitäten frei Lager 150 bis 152 €/t und für Futterweizen 135 bis 137 €/t bezahlt. Im  westfälischen Raum nennt der Handel Erzeugerpreise für Brotweizen zwischen 145 und 150 €/t und für Futterweizen von 137 bis 138 €/t. (St)
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