Preissprünge am Rapsmarkt erfordern kühlen Kopf


Der Ölsaatenmarkt wird von der Wetterlage in den USA bestimmt. Bleibt es dort weiter heiß, halten Marktteilnehmer in Deutschland das feste Preisniveau für stabil.

Nach Angaben aus dem süddeutschen Großhandel haben alle Vermarktungsstufen das hohe Preisniveau an der Pariser Börse zu Wochenbeginn nachvollzogen. An der Matif ging Rapssaat zum ex-Ernte-Termin August 2013 am Montag mit mehr als 523 €/t aus dem Handel.

Händler verweisen darauf, dass es bei der aktuell aufgeheizten Marktlage wichtig sei, einen kühlen Kopf zu behalten. Die weitere Entwicklung hänge davon ab, ob die Sojabohnen in den USA verstärkt unter der Hitze im Mittleren Westen leiden mit entsprechend schwächender Wirkung auf das Ertragspotenzial. Sollte das der Fall sein, würde das ein Loch in die ohnehin schon angespannte Ölsaatenbilanz reißen.

Marktteilnehmer in Deutschland zeigen sich daher fest gestimmt, auch wenn sie kleinere Preisschwankungen – auch nach unten – nicht ausschließen.

Der physische Handel zeigt sich unterdessen regional interessiert an Kontrakten für Rapssaat zur Ernte 2013. Für Raps, ab Hof Süddeutschland, ex Ernte, wurden zu Wochenauftakt je nach Kursentwicklung in Paris Preise zwischen 445 und 450 €/t genannt.

Erzeuger aus dem Südosten berichteten, entsprechende Anfragen aus dem Handel erhalten zu haben. Die Gebote würden preislich „je nach Tageskurs“ zwischen 430 und 450 €/t schwanken.

Ab einem Preisniveau von 440 €/t seien solche Geschäfte zwar grundsätzlich attraktiv in kleinerem Umfang, sagte ein Erzeuger aus dem Thüringer Raum zu agrarzeitung.de. Damit lasse sich Betriebsmittelgeschäft finanzieren. Doch generell sei man eher zurückhaltend und wolle zumindest die Aussaat abwarten.

Je nach weiterer Wetterentwicklung kann der Rapsdrusch in Teilen Thüringens bereits diese Woche beginnen. (pio)
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