Ernte 2014

Qualitätsweizen im Westen Mangelware

Wenn zurzeit entlang der Rheinschiene die Weizenqualität das Hauptthema bei der Getreideannahme ist, dann drehen sich die Gespräche um Protein. Die Fallzahlen halten sich. Häufig werden 220 Sekunden oder Werte darüber erreicht.

Auswuchs könnte es dagegen noch bei den Weizenpartien aus den Höhenlagen wie dem Hunsrück geben. Dort ist Weizen oft ins Lager gegangen. Jeder weitere Regenguss wirkt sich hier ungünstig auf die Qualitäten aus.

In erster Linie fehlt aber dem Weizen bisher das Protein. Von etwa einem Prozentpunkt weniger Eiweiß als in anderen Jahren gehen Marktteilnehmer aus. Das A-Weizensegment im Westen Deutschlands liegt regional deutlich unter den Anteilen der Vorjahre. Rund 50 Prozent weniger A-Qualitäten könnten  eingefahren werden. Der Anteil an B-Weizen und vor allem an Futterware fällt damit deutlich größer aus.  In der Köln-Aachener Bucht gehen Marktteilnehmer allerdings davon aus, dass der Anteil von Futterweizen nur  bei 10 bis 15 Prozent liegen könnte.

Erträge werden kaum besprochen. Sie sind im Westen  mit 8 bis 9 t /ha zufriedenstellend, werden aber auch als sehr unterschiedlich beschrieben.

Die anfänglich befürchteten Qualitätsprobleme beim Raps aufgrund von Auswuchs haben sich nicht in dem Umfang bestätigt. Die Erträge stabilisieren sich bei 5,0 bis 5,5 t /ha. (dg)
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