Raps-Desaster scheint auszubleiben

Mit der laufenden Ernte wachsen die Prognosen zur europäischen Rapsproduktion. Analysten schrauben ihre Erwartungen hoch.

Mittlerweile geht der Branchendienst Oilworld von einer EU-Rapsernte von „wenigstens 19,0 Mio. t" aus. Sie würde damit nahe an das Vorjahresergebnis von 19,2 Mio. t heranreichen.

Die pessimistischste Prognose hatten die Hamburger Analysten Anfang Juli mit 18,0 Mio. t abgegeben. Zeitweilig war von einem „Desaster" die Rede.

Optimistischer ist Oilworld jetzt für Deutschland, wo 4,9 bis 5,1 Mio. t Raps gedroschen werden könnten. Frankreich wird voraussichtlich das hohe Vorjahrsergebnis von 5,4 Mio. t noch toppen.

In Polen haben sich die Erwartungen ebenfalls aufgehellt, wenngleich dort eine niedrigere Ernte als im Vorjahr zu erwarten ist. Das Gleiche gilt für das Vereinigte Königreich, wo anhaltende Regenfälle die Erträge begrenzen könnten.

Als groß schätzt Oilworld den Einfluss des Sojakomplexes auf die Rapskurse in Paris ein. Der Sojakomplex erfährt Stützung durch die Dürre im Mittleren Westen der USA. Dadurch sind Ertragseinbußen bei der Sojabohnenernte zu erwarten. (db)
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