Ernte 2015

Raps besser als erwartet


Bis zum Regenaufkommen am Wochenende konnte die Ernte in Westfalen fortgesetzt werden. Die Erträge in der Köln-Aachener Bucht haben sich stabilisiert. Auf den besseren Böden wurden jetzt 4,3 bis 4,5 t/ha eingefahren. Die Ölgehalte liegen im normal guten Bereich von 42 bis 43 Prozent. 50 Prozent der Bestände sind hier abgeerntet. Im westlichen Münsterland und am Niederrhein wurden auch 4,0 bis 5,0 t /ha vom Acker geholt. Im westlichen Ostwestfalen zeigen sich die Erträge heterogen. Im Schnitt fallen sie mit 4,2 bis 4,3 t/ha unter das Vorjahresergebnis von 4,8 bis 5,0 t/ha. Im östlichen Ostwestfalen überraschen erste Ergebnisse beim Raps. Selbst auf schwächeren Böden wurden 4,5 t /ha eingefahren. Hier hat die Ernte aber erst begonnen.

Zum Weizen gibt es aus Ostwestfalen noch keine aussagekräftigen Werte. Im westlichen Münsterland und am Niederrhein wurde Futterweizen mit 6,0 bis 10,0 t /ha eingefahren. Das Hektolitergewicht liegt bei 72 bis 80 kg. Auch beim Roggen fallen die Ergebnisse in dieser Region nicht so schlecht aus wie ursprünglich gedacht. Die Erträge bewegen sich zwischen 6,0 und 9,0 t /ha, das Hektolitergewicht bei 68 bis 76 kg. Fallzahlen stellen kein Problem dar. Triticale wird ähnlich wie Roggen eingeschätzt.

Die Weizenerträge in der Köln-Aachener Bucht haben sich ebenfalls stabilisiert. 8,5 bis 9,0 t /ha werden durchschnittlich eingefahren. Werte darüber und darunter sind möglich. Häufig sind Bodenqualitäten Ursache für die unterschiedlichen Erträge. Die Proteinwerte bleiben um etwa ein halbes Prozent schwächer als in anderen Jahren. Mit steigenden Erträgen sinkt der Wert ebenfalls. Bei B-Weizen bedeutet das 11,5 bis 12,0 Prozent während in anderen Jahren 12 bis 12,5 Prozent gemessen werden konnten. Fallzahlen und Hektolitergewicht stellen keine kritische Masse dar. Auch mit den aktuellen Regenunterbrechungen besteht noch keine Sorge bezüglich der Fallzahlen. Dazu sind die Temperaturen zu gering. In der zweiten Wochenhälfte können die Erntearbeiten voraussichtlich fortgesetzt werden. (dg)
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