Gleichzeitig werden derzeit auf einer Linie von Bad Hersfeld über Soest nach Köln Raps und Weizen geerntet. Nach der Gerstenernte ist nun auch die Weizenernte im Rheinland gestartet. Wie der rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilte, hatte es der Weizen in diesem Jahr allerdings nicht leicht. Deutliche Niederschlagsdefizite seit der Aussaat im Herbst und viel zu hohe Temperaturen im Mai und Juni lassen die Landwirte Ertragseinbußen befürchten. Die Erträge dürften um 10 bis 20 Prozent niedriger liegen als normal. Bei sandigeren Böden sind noch höhere Ertragseinbußen eingetreten. Wie sich die Zahlen weiterentwickeln, bleibt abzuwarten.

Die Wintergerstenernte ist im Rheinland mittlerweile abgeschlossen. Die Erträge lagen auch hier auf den sandigeren Böden und in den sehr trockenen Regionen um rund zehn Prozent unter dem gewohnten Niveau. Auf besseren Böden wurden normale Erträge geerntet. Die Qualität der Ernteware wird insgesamt als gut bezeichnet.

Der erste Raps in Süd- und Mittelhessen bestätigt den Anblick auf den Feldern. Der hohe Unkrautbesatz ist für die Regionen ungewöhnlich. Die Ölgehalte lassen von den ersten nicht repräsentativen Erntemengen mit 40 Prozent plus aufhorchen. Die Erträge können sich mit 3 bis 4 t/ha sehen lassen. (da)
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