Raps testet 500-Euro-Marke

Die Rapspreise steigen weiter. Grund sind die Wettermärkte in den USA. Zur Höhe der EU-Ernte gehen die Einschätzungen auseinander. Am Dienstag hat der August-Kontrakt an der Matif einen Wert von 497 €/t erreicht. Nach Meinung der Börsenbeobachter kann die 500er-Marke bald überschritten werden.

Der Markt wird zurzeit angeheizt durch die Hitzewelle in den USA, die auch die Aussichten zur Sojaernte senkt und damit die Preise im gesamten Ölsaatenkomplex nach oben treibt. Der europäische Rasmarkt ist auch fundamental fest, wobei die aktuellen Ernteschätzungen um 500.000 t auseinandergehen.

Am pessimistischsten ist zurzeit der Internationale Getreiderat IGC, der am Montag eine EU-Rapsernte von nur 17,8 Mio. t geschätzt hat. Kaum höher stuft der Branchendienst Oilworld die Erzeugung zurzeit mit 18,0 Mio. t ein.

Etwas optimistischer zeigt sich der europäische Handelsverband Coceral, der in seinen Zahlen von Ende Juni 18,3 Mio. t ausweist. Im Vergleich zum schwachen Vorjahresergebnis würde die Ernte nach diesen Prognosen zwischen 5 und 8 Prozent niedriger ausfallen. (db)
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