Rapsaufbereitung in Niedersachsen aufwendig

Die Landwirte und Erfassungshändler in Niedersachsen hoffen auf einige Tage ohne Niederschläge. Die Erntearbeiten sind ins Stocken geraten. Wo es möglich ist, wird Raps feucht gedroschen. Um Durchwuchs und Unkraut zu bekämpfen, wurden viele Bestände Anfang Juni mit Herbiziden behandelt. Auf diesen Flächen drängt nun die Zeit, da ein Aufplatzen der Schoten die ohnehin schon befürchteten Einbußen weiter vergrößern könnte. Etwa die Hälfte des Rapses ist bereits gedroschen worden. Die Erträge liegen bislang um rund 10 dt unter den Vorjahreswerten. Zu den Ölgehalten haben die Erfassungshändler noch keine verlässlichen Daten. Die Aufbereitung und Einlagerung der Partien gestaltet sich wegen hoher Wassergehalte und Verunreinigungen durch Unkräuter schwierig.

Die Gerstenernte steht kurz vor dem Abschluss. Größere Mengen stehen nur noch in den höher gelegenen Lagen im Südosten Niedersachsens auf dem Halm. Die Erträge streuen regional stark und bewegen sich im Landesschnitt um 15 bis 20 Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Bis auf wenige Ausnahmen liegen die Hektolitergewichte über 63 kg.

Versuchsweise haben einige Landwirte ersten Weizen und Roggen gedroschen. Die bisher angelieferten Partien lassen noch keine Aussagen zu Mengen und Qualitäten zu. Wegen der feuchten Witterung wächst in den Anbauregionen für Brotgetreide die Sorge um zu niedrige Fallzahlen. (SB)
stats