Ernte

Rapserdfloh schmälert Erträge


Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern erwarten in diesem Jahr keine überdurchschnittliche Ernte. „Dafür war das Frühjahr zu trocken und zu kalt“, sagte Landesbauerspräsident Rainer Tietböhl in dieser Woche zum Ernteauftakt in Alt Sührkow. Außerdem haben dem Getreide und dem Raps bereits im Herbst Schädlinge zu schaffen gemacht. „Wir rechnen mit bis zu 20 Prozent geringeren Erträgen als im Ausnahmejahr 2014“, so Tietböhl. Auf keinen Fall werden 4 t/ha wie im Vorjahr erzielt. Im Land haben Rapserdfloh und die Larven der Kleinen Kohlfliege die jungen Rapspflanzen im Herbst massiv geschädigt. Landwirt Matthias Hantel in Alt Sührkow fordert die Wiederzulassung der neonikotioniden Rapsbeizmittel zum Schutz der Pflanzen vor diesen Schädlingen. „Gegen die Kleine Kohlfliege gibt es kein anderes wirksames Mittel.“ Der Rapserdfloh ist nur mit wiederholtem Ausbringen eines Insektizids zu bekämpfen. Jedoch drohen bei dieser Vorgehensweise Resistenzen des Rapserdflohs gegen diesen Wirkstoff.

Im Erntegeschehen gibt die Wintergerste den Auftakt. "Achtzig  Prozent der Gerste steht noch auf dem Halm“,  sagte Präsident Tietböhl. Zum selben Vorjahreszeitraum waren schon 65 Prozent der Gerste gedroschen. Die Erträge dürften sich dem Fünf-Jahresdurchschnitt von 7 t/ha annähern. Dafür sind die Preise eine kleine Entschädigung. Nach Angaben des Landesbauernverband können die Erzeuger für die Futtergerste rund 152,00 €/t bekommen. Die Rapspreise können sich mit 372,00 €/t ebenfalls sehen lassen. (da)
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