Der Landesbauernverband erwartet am Ende für 2015 einen durchschnittlichen Rapsertrag von 3,5 bis 3,6 t/ha. Das wäre für Brandenburger Verhältnisse ordentlich. Noch liegt die Feuchtigkeit im Raps aber oft rund um die 10 Prozent. Auf Grund des unbeständigen Wetters geht die Ernte nur langsam voran. Die Erntepriorität liegt derzeit vor allem beim Raps, da zu befürchten ist, dass erste Schoten aufplatzen könnten. Der Drusch von Weizen steht daher dem Raps nach. Den Roggen stellen die Landwirte derzeit hinsichtlich der Organisation der Ernte an die dritte Stelle. Für einen optimalen weitern Ernteverlauf wären nun 10 Tage Sonnenschein nötig, heißt es beim Landesbauernverband. Da weiter wechselhaftes Wetter gemeldet ist, werden die Arbeiten wohl weiter nur stückweise fortgeführt werden können.

Die Gerste ist in Brandenburg unterdessen vom Halm. Im Durchschnitt hat sie landesweit einen Ertrag von 6,2 t/ha gebracht. Von der Erntemenge zeigen sich die Landwirte positiv überrascht, nach der Frühsommertrockenheit war mit weniger gerechnet worden. Die Gerstenqualitäten überzeugen hingegen nicht. Für die Futternutzung reicht es jedoch, so der Tenor in Brandenburg. (sta)
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