Ernte 2017

Rapserträge an der Weser enttäuschen

In der Mitte Niedersachsens links und rechts der Weser steht noch viel Raps und Weizen auf dem Feld. Am Wochenende versuchten die meisten Landwirte vor allem beim Raps voranzukommen. Aus Angst vor sinkenden Fallzahlen entschieden andere zunächst Roggen und Weizen zu dreschen. Die Erträge liegen durchweg unter denen des Vorjahres. Im Durschnitt fehlen 10 Prozent.

Rapserträge liegen bei rund 3,2 t/ha, wobei in diese Zwischenbilanz noch nicht die besseren Böden eingeflossen sind. Mit 40,5 Prozent ist auch der Ölgehalt niedriger als in den Vorjahren. Beim Weizen waren die Hektolitergewichte auf den leichteren Standorten gerade so ausreichend, um die Exportqualität erfüllen zu können. Die Erträge sind unterdurchschnittlich, die Fallzahlen sind in Ordnung.

Niedrige Hektolitergewichte und vereinzelt Auswuchs registrieren die Erfassungshändler bei der Triticale. Roggen kann die Fallzahlen noch halten. Nur vereinzelt werden Werte unter 100 sec gemessen, aber auch Werte über 200 sec sind selten. Um noch Brotroggen ernten zu können, muss es deshalb in den kommenden Tagen trocken bleiben.

Vor allem auf den besseren Böden steht noch viel Weizen und Raps auf dem Feld. Für die Landwirte wird es langsam eng, die Ernte rechtzeitig abschließen zu können. Auf dem aktuellen Preisniveau besteht wenig Bereitschaft zum Verkauf. (SB)
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