Im Rheinland und im westlichen Westfalen ist die Rapsernte zu 80 Prozent abgeschlossen. Die Erträge streuen und reichen von 3,7 bis 5,5 t/ha. Im der Soester Börde und im Rheinland wurden im Schnitt 4,5 t/ha geerntet. Im östlichen Westfalen sind die Erträge mit 3,5 bis 4 t/ha nur durchschnittlich, doch von den besseren Böden werden auch dort etwas höhere Erträge erwartet.

Die Ölgehalte bewegen sich überwiegend im normalen Rahmen und liegen zwischen 42 bis 45 Prozent. Sehr gute Rapserträge werden allerdings auf dem Hunsrück eingefahren. Dort brachte der Raps 4,7 bis 5,5 t/ha, im Schnitt um die 5,0 t/ha. „Wir werden mit Raps zugeschüttet“, berichtet ein Erfassungshändler im Südwesten.
 
Die Landwirte verkaufen wenig Raps aus der Ernte und hoffen auf bessere Preise. Die Einlagerungsquote ist überall höher als in anderen Jahren. Die Erzeugerpreise waren mit den schwachen Börsennotierungen auf dem Rückmarsch und tendierten zu 290 €/t und darunter.
 
Im Rheinland konnte vor dem Regen etwa ein Viertel der Weizenernte geborgen werden. Die ersten Ergebnisse sind widersprüchlich. Dort wo der Weizen schon vor längerer Zeit ins Lager gegangen war, gibt es Fallzahlprobleme. Die Proteinwerte fallen etwas gegenüber dem Vorjahr ab.

Die Weizenerträge schwanken zwischen 6 und 10 t/ha und erste überschlägige Bewertungen gehen von einem Durchschnittsertrag von 7,5 bis 8 t/ha aus. „Die lang anhaltende Trockenheit hat sich in den Erträgen niedergeschlagen und die Bodenqualität wirkt sich stärker als die Sortenwahl aus. Man merkt jeden Bodenpunkt“, so ein Erfassungshändlern aus dem südlichen Rheinland. (St)
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