Rapsqualität leidet in späten Gebieten Bayerns


Die Rapsernte ist in Bayern relativ weit fortgeschritten. Die Landwirte dreschen, sobald  der Regen nachlässt. Zum Teil muss getrocknet werden. In den späten Gebieten häufen sich Sorgen um Auswuchs. In Unter- und Mittelfranken, sowie in den frühen Regionen Ober- und Niederbayerns ist der Drusch nahezu beendet. In Teilen Schwabens steht er dagegen erst am Anfang.

Im Schnitt Bayerns dürften mittlerweile etwa 70 Prozent eingebracht sein. Zu Beginn der Ernte war die Ware häufig mit nur 7 Prozent Feuchtegehalt vom Feld weg sehr trocken. Inzwischen beeilen sich die Landwirte mit dem Drusch und nutzen dazu jede Gelegenheit, so dass zuweilen Partien mit mehr als 9 Prozent Feuchtegehalt vom Feld kommen. Es muss vermehrt getrocknet werden.

Die Hektarerträge streuen breit von 25 dt bis 47 dt/ha. Im Durchschnitt Bayerns werden gut 35 dt/ha geschätzt. Die Ölgehalte variieren ebenfalls relativ stark zwischen 38 bis 44 Prozent. Regional bereitet der noch nicht geerntete Raps zunehmend Sorge. Ganz vereinzelt wurde in Schwaben bereits erster Auswuchs registriert. Auch platzen die Schoten auf.

Die Abgabebereitschaft der Landwirte ist spekulationsbedingt uneinheitlich. "Bei Geboten von 350 €/t trennen sich die Bauern vom Raps", versichert ein südbayerischer Händler. Andererseits werden größere Mengen von den Landwirten beim Handel eingelagert. Marktbeobachter erwarten für ganz Bayern eine Rapsernte von 532.000 t. Gegenüber dem hohen Vorjahresergebnis würde der Rückgang 18 Prozent betragen. (HH)   
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