Die Furcht vor Trockenschäden in Getreide und Raps legt sich in Ostdeutschland ein wenig. Der Regen vom Wochenende macht sich bemerkbar. Anders als erwartet kommt die Weizenernte in Sachsen und Thüringen doch noch nicht so richtig in Gang. Die Feuchtgehalte der Weizenkörner liegen oft noch bei bis zu 18 Prozent. Zumal es morgens noch lange kühl ist, beginnt die Verdunstung erst spät und die Mähdrescher können frühestens ab 11 Uhr auf die Äcker. In Sachsen sind Schätzungen zufolge höchstens 5 Prozent des Weizens gedroschen. Bezüglich der Weizenqualitäten sind Landwirte und Händler wieder zuversichtlicher. Die regional ergiebigen Regenfälle und die Abkühlung am Wochenende haben der Kornfüllung gut getan, so die Einschätzung. Auch die Wetteraussichten für die Region mit Gewittern und wechselnden Temperaturen deuten darauf hin, dass die Bestände doch mehr Zeit haben, um Qualitäten zu bilden.

Auch die Rapsernte geht langsamer vonstatten als befürchtet. Erste Schläge sind in Thüringen und Sachsen geerntet. Die Ergebnisse im Ertrag wie bei den Ölgehalten seien gar nicht so schlecht wie noch vergangene Woche gedacht, berichten Händler und Landwirte. Zuverlässige Zahlen gibt es noch nicht, dafür ist die Erntemenge an Raps noch zu gering.

Die Gerstenernte ist in Sachsen und Thüringen größtenteils abgeschlossen. Lediglich die Gebirgsregionen warten noch auf den Erntestart. Mit Gerstenerträgen bis zu 80 dt/ha und Hektolitergewichten von 63 kg sind die Landwirte zufrieden. (sta)
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