In Niedersachsen brachten Gewitter am Wochenende die lange erwarteten Niederschläge. Lokal waren die Niederschlagsmengen sehr unterschiedlich. Starkregen konnte teilweise nicht von den ausgetrockneten Böden aufgenommen werden. Am meisten profitieren Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais von dem Regen. Auch bei spätem Weizen können die befürchteten Ertragseinbußen abgemildert werden. Zuckerrüben haben die Hitze und Trockenheit einigermaßen überstanden. In den nachgesäten Beständen sind die Reihen nun geschlossen.

Die Lage habe sich etwas entspannt, kommentiert ein Landwirt aus dem Raum Hildesheim die aktuelle Witterung. Wind und hohe Temperaturen würden aber nach wie vor zu hohen Feuchtigkeitsverlusten führen. Zudem seien die Böden extrem ausgetrocknet gewesen. Der Regen hat die Gerstenernte zunächst unterbrochen. Kleinere Mengen waren am Samstag angeliefert worden. Für Aussagen zu Erträgen und Qualitäten ist es noch zu früh. Im Osten Niedersachsens wird auf Flächen, die nicht beregnet werden können, mit Erträgen, die unter dem Fünfjahresschnitt liegen, gerechnet.

Im Osten des Landes werden frei Landlager Preise von 160 bis 165 €/t bezahlt, in den westlichen Veredelungsregionen liegen die Ex-Ernte Preise bei 170 bis 180 €/t bei Rücknahme von Mischfutter auch bei 185 €/t. (az)
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