MARS-Prognose

Regen kostet Weizenertrag

Der nasse Juli mit wenigen heißen Tagen, aber häufigem Extremwetter, und das weiter wechselhafte Augustwetter haben in Deutschland einige Schäden an den Kulturen verursacht. Deswegen hat der EU-Prognosedienst MARS in seinem August-Bericht Abstriche an den deutschen Weizenerträgen vorgenommen. Mit 7,7 t/ha wäre das Ergebnis 2017 gerade noch im fünfjährigen Durchschnitt. Auch die Prognose zum Rapsertrag ist im Vergleich zur Einschätzung des Vormonats abgesenkt und liegt jetzt mit 3,6 t/ha deutlich unter dem Fünfjahresmittel. Höher als bisher schätzen die Agrarexperten von MARS dagegen die Maiserträge in Deutschland – sowohl für Körnermais als auch für Silomais.

Europakarte zeigt völlig unterschiedliche Bedingungen

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Zu nass war es im August außer in weiten Teilen Deutschlands auch im Westen Polens sowie im Vereinigten Königreich. Die betroffenen Regionen sind auf der Europakarte mit blauen Streifen markiert. Dagegen gab es im Zeitraum 1. Juli bis 26. August (Prognose) Zonen, die von einer Hitzewelle getroffen waren (lila Streifen), Regionen mit anhaltender Dürre (weinrote Punkten) und Gebiete, in denen es heiß und trocken war (weinrote Streifen).

Im Südosten Europas, der unter den Folgen einer Hitzewelle gelitten hat, haben zuletzt einige Regenfälle die Situation für die Sommerkulturen etwas entspannt. Dies gilt nach Beobachtung von MARS für Österreich, Rumänien und Ungarn, wo jetzt nicht mehr so große Einbußen bei Mais zu befürchten sind. Damit haben sich auch die Aussichten für die EU-Maisernte etwas verbessert. Der EU-Ertrag könnte mit 6,9 t/ha leicht über dem fünfjährigen Mittel liegen. Allerdings gibt es nach wie vor Gegenden, wo die Erträge deutlich nach unten revidiert worden sind. Vor allem für die italienische Maisernte haben sich angesichts der Dürre die Aussichten weiter verschlechtert.

Raps leicht nach oben gesetzt

Die deutschen Rapserträge hat MARS zwar nach unten gesetzt, aber in anderen EU-Ländern wie Frankreich höher geschätzt. Deswegen könnte im EU-Durchschnitt mit rund 3,3 t/ha etwa das Fünfjahresmittel getroffen werden. (db)
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