Regen unterbricht Gerstenernte in Niedersachsen


Niederschläge verzögern in Niedersachsen den weiteren Drusch der Wintergerste. Bisherige Erträge enttäuschen. Die Qualitäten weisen große Bandbreiten auf. Zu Beginn der vergangenen Woche waren in den Frühdruschgebieten im Süden von Niedersachsen die ersten Partien an Wintergerste angeliefert worden. Die Erträge lagen rund 30 Prozent unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Bei den Qualitäten gab es bislang große Streubreiten. In der Weserregion lagen die Hektolitergewichte meist oberhalb von 62 kg. Auf leichten Standorten im Osten und Südwesten wirkte sich die Frühsommertrockenheit offenbar stärker auf die Qualität aus. Dort wurden Hektolitergewichte von 55 bis 57 kg gemessen.

Die Preise für Gerste sind gegenwärtig kaum zu greifen. Die bisher gedroschenen Mengen werden von den Landwirten eingelagert. Gehandelt wird zurzeit kaum. Vor allem im Westen Niedersachsens tritt vermehrt Durchwuchs auf. Landwirte erwägen deshalb eine Herbizidbehandlung, um die Erntebedingungen zu verbessern. Wegen der Wartezeit von mindestens einer Woche würde sich der Erntebeginn für diese Flächen noch einmal verschieben. An eine Fortsetzung der Gerstenernte ist zurzeit ohnehin nicht zu denken. Beim Blick auf die aktuellen Wettervorhersagen hoffen die Landwirte, frühestens am Mittwoch wieder die Mähdrescher starten zu können. (SB)
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