Regen weckt Hoffnung auf größere Ernte

Regionale Regenfälle haben am deutschen Kassamarkt für eine gefühlte Entspannung gesorgt. Vor der Ernte ist die Geschäftstätigkeit insgesamt gering. Stetig fließen kleine Mengen an Futterweizen in Richtung Südoldenburg.

Die zuletzt kühle und feuchte Witterung hat nach Angaben von niedersächsischen Marktteilnehmern für „gefühlte Entspannung“ gesorgt. Käufer würden nun doch auf größere Erntemengen setzen. Ob sie recht behalten und wie stark die Pflanzen tatsächlich von den Niederschlägen profitieren konnten, bleibe abzuwarten.

Vermarktungsseitig berichten Teilnehmer aus dem norddeutschen Großhandel von einer ruhigen Nachfrage aus der Mühlenindustrie. Bis Anschluss an die Ernte seien die Verarbeiter „relativ gut“ gedeckt, schätzt ein Händler am Mittwoch die Lage im Gespräch mit agrarzeitung.de ein. Makler aus dem Hamburger Raum fügen hinzu, dass die Bücher der Verarbeiter für die neue Ernte noch relativ leer seien, die Käufer also noch aktiv werden müssten.

Die Verkäufer wiederum verhalten sich aktuell dem Vernehmen nach ebenfalls zurückhaltend. Die Läger in der Landwirtschaft sind nach Einschätzungen aus dem nordwestdeutschen Markt sehr gut geräumt, sodass kein Druck bestehe, Restmengen zu verkaufen.

Kleinere Mengen an Futterweizen fließen aktuell in Richtung Südoldenburg ab. Geld und Brief treffen sich nach Einschätzung aus Handels- und Maklerkreisen am Donnerstagmittag in etwa bei 230 €/t. (pio)
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