Ernte 2015

Reichlich Qualitätsweizen geerntet


Die Ernte in Sachsen-Anhalt ist eingebracht, mit Ausnahme von einigen Weizenfeldern im Harz. "Das Jahr 2015 wird den Landwirten im Gedächtnis bleiben", sagte Landesbauernpräsident Frank Zedler in Querfurt. Speziell nennt er die Mehrarbeit durch die neue Agrarreform sowie die Wetterextreme von der Aussaat bis zur Ernte. Die Hitze sorgte für eine flotte Abreife. Zedler bilanziert eine zufriedenstellende Ernte in Sachsen-Anhalt. Im Durchschnitt liegen die Erträge um zehn Prozent unter dem langjährigen Mittel. Hier hatten Experten wegen der Trockenheit mit weitaus höheren Einbußen gerechnet.

Große Sortenunterschiede

Ein Drittel der Landesfläche oder 322.000 ha sind mit Weizen bestellt. Der Durchschnittsertrag liegt bei 7/ha, allerdings gibt es viele Ausreißer nach unten. Exporteure und Mühlen können sich auf guten Qualitätsweizen aus Sachsen-Anhalt verlassen, betont Zedler. Nur der nach Rüben bestellte späte Weizen zeigt etwas schwächere Werte. Über alle Kulturen stellten die Landwirte in diesem Jahr große Sortenunterschiede fest, führte Zedler weiter aus.

Einzig der Roggen hat extrem unter der Trockenheit gelitten und es gibt sogar Betriebe im Bundesland, die nur 1 t/ha geerntet haben. Der Durchschnittsertrag liegt bei schwachen 4,2 t/ha und es wurde weitaus weniger Brotroggen geerntet, da es sehr viel Schmachtkorn gab. (da)
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