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Die Roggenernte ist in weiten Teilen Nordbayerns bereits abgeschlossen. Gute Witterungsverhältnisse vorausgesetzt, wird der Drusch in dieser Woche auch südlich der Donau seinen Höhepunkt überschreiten. In den fränkischen Landesteilen wurden geringere Erntemengen mit teilweise nur 40 bis 60 dt/ha eingebracht, die nach Informationen des Bayerischen Müllerbundes aber qualitativ durchaus überzeugen. So zeigt Roggen Fallzahlen häufig über 200 Sek. mit zufriedenstellenden Hektolitergewichten. Es wurde gesunde, saubere und sehr trockene Ware ohne Mutterkorn, aber mit kleinerer Kornausbildung erfasst. Im südlichen Teil des Freistaates zeigen sich bislang höhere Hektarerträge von 60 bis 90 dt. Teilweise werden Fallzahlen von gerade mal 120 Sek. genannt. Diese niedrigen Werte sind aber nicht die Regel Insgesamt wird die Qualität im Süden etwas schwächer eingestuft. Die Kornausbildung ist gut. Die Preisfindung stellt sich vergleichsweise schwierig dar. Die Erwartungshaltung der Landwirte ist zum Teil sehr hoch. Die Roggenerlöse dürften in jedem Fall unter den Weizennotierungen liegen. (HH)
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