Ernte 2014

Rekorderträge in Niedersachsen

Für das Jahr 2014 zeichnet sich mit 6,7 Mio. t die höchste Getreideernte seit dem Jahr 2010 ab. Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, ist es bezogen auf den Ertrag pro Hektar bereits der zweite Rekord in Folge: niemals seit Beginn der Erntestatistik im Jahr 1948 wurden höhere Durchschnittserträge ermittelt. Der Ertrag aller Getreidearten liegt im Jahr 2014 bei 8,21 t/ha und damit um 4,6 Prozent höher als im Jahr 2013, das bislang den höchsten Hektarertrag verzeichnete.

Winterweizen brachte Erträge von 9,06 t/ha (plus 9,6 Prozent im Vergleich zum fünfjährigen Durchschnitt). Insgesamt wurden 3,7 Mio. t gedroschen (plus 7,1 Prozent gegenüber 2013). Überdurchschnittlich waren auch die Roggenerträge mit 7,16 t/ha (plus 17 Prozent). Wegen der reduzierten Anbaufläche verringerte sich jedoch die Erntemenge zum Vorjahr um 11,4 Prozent auf 970.000 t.

Dagegen ernteten die niedersächsischen Landwirte mit fast 1,12 Mio. t ein Fünftel mehr Wintergerste. Die Hektarerträge lagen mit 7.98 t/ha um 17,5 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt.

Der Ertrag von Raps und Rübsen ist mit 4,25 t/ ha (plus 8,5 Prozent) ebenfalls überdurchschnittlich hoch, wird aber von dem des Jahres 2009 noch übertroffen. Die Erntemenge sinkt auf 542.000 t um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, da gleichzeitig die Anbaufläche auf 127 800 ha zurückging.

Die Weizenernte ist in Niedersachsen nahezu abgeschlossen. In Südniedersachsen stehen noch zehn bis 15 Prozent des Winterweizens auf dem Feld. Soweit die Böden befahrbar sind, werden die Restflächen  feucht gedroschen. Die Qualitäten fielen in den vergangenen Tagen deutlich ab. Der Futterweizenanteil liegt inzwischen bei über 50 Prozent. (SB)
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