Ernte 2013

Rheingraben will in Kürze starten

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Im Rheingraben könnte die Wintergerstenernte auf den ausgesprochenen Frühdruschgebieten am Wochenende starten. Die Bestände auf den leichten Böden sind reif und müssen nur noch abtrocknen. In diesem Jahr hat sich die Ernte zwar um etwa acht Tage verspätet, doch auf den leichten Böden hat die Vegetation noch vieles von der Verspätung aufgeholt.
 
In den westlichen Teil Rheinhessens deutet sich aber erst in 14 Tagen der Beginn der Gerstenernte an. Grobe Ertragserwartungen bewegen sich zwischen 70 und 75 dt/ha und lassen eine gute Gerstenernte in Rheinhessen erwarten. Die Bestände am Oberrhein stehen mit Ausnahme der von Überschwemmungen betroffenen Flächen gut.
 
Gehandelt wird am Oberrhein gut wie keine Gerste für die neue Ernte, die Erzeuger haben auch im Vorfeld
Bald sollen die ersten Gerstenschläge gedroschen werden.
-- , Foto: Andreas Hermsdorf /pixelio.de
Bald sollen die ersten Gerstenschläge gedroschen werden.
wenig verkauft. Zurzeit sind Erzeugerpreise von 140 €/t frei Wasserlager und von 130 bis 135 €/t frei Landlager im Gespräch.
 
Im Rheinland deutet sich erst in etwa 14 Tagen und in der 29. Kalenderwoche der Start der Gerstenernte an. Kräftige Niederschläge und Unwetter haben einen Großteil der Gerstenbestände ins Lager gelegt. Schätzungen des Erfassungshandels gehen davon aus, dass 60 bis 70 Prozent der rheinischen Gerstenflächen betroffen sind.  Eine Ausnahme scheint die Sorte Ketos zu machen, die in diesem Jahr gute Standfestigkeit bewies. In den Fahrgassen wurde etwas Zwiewuchs beobachtet.
 
Die Ertragserwartungen in der Köln Aachener Bucht und im südlichen Rheinland sind mit  80 bis 85 dt/ha überdurchschnittlich. Aufgrund des Preisbruchs von der alten zur neuen Ernte haben die Landwirte 10 bis 15 Prozent weniger Gerste als im Vorjahr verkauft. Sporadisch sind sie derzeit zu kleineren Verkäufen bereit. Die Erzeugerpreise franko rheinisches Lager bewegen sich zwischen 145 bis 150 €/t. (St)
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