Roggen findet wenig Käufer


Zur Wochenmitte präsentiert sich der deutsche Getreidehandel weiterhin in ruhiger Verfassung. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf ein Anspringen der Geschäfte ab Mitte Februar.

Mühlenbetriebe in Ostdeutschland und in den angrenzenden Bundesländern können ihren aktuellen Bedarf immer noch aus Kontrakten decken. Neuabschlüsse für Weizen haben Seltenheitswert. Handelshäuser warten nun auf Aufträge ab Mitte Februar. Einige Mischfutterwerke signalisieren Anschlussbedarf.

Bei Roggen herrscht derzeit Funkstille. Händler finden kaum Abnehmer. Auch die Hersteller von Bioethanol sind nicht am Markt. Die Werke in Ostdeutschland laufen, die Rohstoffversorgung ist mit Kontraktware gedeckt. Zum Teil verarbeiten die Anlagen alternativ zu Getreide Dicksaft aus Zuckerrüben. Ob es bis zum Sommer noch zu größeren Abrufen von Roggen und Weizen für die Herstellung von Bioethanol kommen wird, hängt von der weiteren Nachfrage der Mineralölindustrie nach Biosprit ab. 

Vorkontrakte für die neue Ernte von Roggen sind bereits bis zum Jahreswechsel vereinbart worden. Mittlerweile hat sich das Interesse abgeschwächt. Die Basis für Vorkontrakte ex Ernte 2013 für Roggen bildet der Weizenpreis an der Matif für den Novembertermin. Die Abschläge für Roggen liegen in einer Spanne von 30,00 bis 40,00 €/t und variieren in Hinblick auf Qualität und Frachtkosten. Aktuell werden in Ostdeutschland ab Station für Brotroggen bis zu 210 €/t aufgerufen, doch stehen dahinter kaum nennenswerte Mengen. 

Die Börse an der Matif kann sich im Mittagshandel behaupten. Weizen legt um 0,25 auf 247,75 €/t zu. Raps kann ebenfalls punkten. Der Märztermin nähert sich mit 479,75 €/t der runden Zahl von 480 €/t. Die Ölmühlen sind mit der Verarbeitung verhalten. Tierhalter bemängeln den geringen Absatz von Rapsschrot. (da)  


 
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