Roggen gewinnt Freunde


Die Zahlen zur Herbstaussaat von Wintergetreide und Raps bergen in Niedersachsen kaum Überraschungen. Auswinterungen sind korrigiert.

Die erste Umfrage des Statistischen Landesamtes in Hannover zeigt, dass Winterweizen zur Ernte 2013 eine um 18 Prozent größere Anbaufläche als im Vorjahr einnimmt. Dieser große Zuwachs ist jedoch lediglich den Auswinterungen geschuldet. Die aktuell bestellte Fläche ist im Vergleich zum Herbst vor einem Jahr in etwa unverändert.

Weil sich Roggen in der Frostperiode als so robust erwiesen hat und kaum ausgewintert ist, haben die niedersächsischen Landwirte im Herbst die Roggenfläche um 12 Prozent ausgedehnt, zeigen die Zahlen weiter. Für Wintergerste meldet das Landesamt einen Flächengewinn um 5 Prozent und für Triticale um 12 Prozent.

Der niedersächsische Winterrapsanbau zur Ernte 2013 ist nach den Zahlen des Statistischen Landesamtes um 7 Prozent vergrößert worden. Diese Zunahme ist geringer, als es die Zahlen des Ölsaatenverbandes Ufop ausweisen. Dieser hatte im November zur Eurotier für Niedersachsen eine Flächenausdehnung um 16 Prozent genannt.

Georg Keckl vom Hannoveraner Statistikamt betont, dass die jetzige Flächenschätzung auf einer kleinen Stichprobe basiert und deswegen nur als Trend zu werten ist. Das Gleiche gilt allerdings auch für die Ufop-Zahlen, denen ebenfalls eine geringe Basis zugrunde liegt und die zu einem noch früheren Zeitpunkt erhoben worden sind. (db)
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