Ernte 2017

Roggen sucht Platz im Futter

Die erste Bilanz nach der Gerstenernte fällt durchwachsen aus. Die Erträge blieben leicht unter den Vorjahren, die Hektolitergewichte liegen meist im geforderten Bereich. In den Veredelungsregionen konnten die Landwirte gute Preise für Futtergerste erzielen. An die eigene Kundschaft zahlten die Futtermühlen bis zu 160 €/t. Für überregionale Ware ließen sich 150 bis 155 €/t erlösen.

Für die kommenden Tage sagen die Meteorologen Erntewetter voraus. Bis Mittwoch soll es warm und trocken bleiben, sodass die Ernte von Roggen und Triticale beginnen kann. Von leichten Standorten wird auch der erste Weizen erwartet. Bei der Preisfindung für Roggen tun sich die Mischfutterproduzenten schwer. Roggen war zuletzt kaum noch zu bekommen. Restpartien wurden zu hohen Preisen gehandelt, der Preisabstand zum Futterweizen hatte sich auf 12 €/t verringert. Deshalb ist Roggen aus dem Mischungen herausgenommen worden. Nun versuchen die Futtermühlen den normalen Abstand zum Futterweizen von etwa 20 €/t wiederherzustellen. Kaufinteresse für Roggen gibt es deshalb nicht. Ware soll zunächst nur von der eigenen Kundschaft aufgenommen werden. (SB)
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