Die Rapspreise an der Pariser Matif zeigen zum Wochenauftakt nach Süden. Am deutschen Kassamarkt führt die Preisbewegung zu einer Hab-Acht-Stellung. Gesprächspartner aus dem Großhandel sehen die Rapspreise nicht zuletzt in Abhängigkeit von den Rohölnotierungen. Letztere hatten mit Bekanntgabe schlechter Arbeitsmarktdaten aus den USA, den Negativnachrichten aus dem Euroraum sowie schlechteren Konjunkturaussichten in Schwellenländern nachgegeben. An den Finanzmärkten herrschen Sorgen um die weltweite Konjunkturentwicklung. Der Deutsche Aktienindex DAX ist am Montag unter die Marke von 6000 Punkten gefallen.

Am süddeutschen Kassamarkt für Rapssaat sprechen Beteiligte zum Wochenauftakt von Zurückhaltung auf breiter Front. Wenn Handel stattfinde, dann in der Regel zwischen Erfassern und Großhandel, sagte ein Marktteilnehmer aus Bayern. Die Landwirtschaft zeige allenfalls verhaltene Abgabebereitschaft, da sie schon einige Vorkontrakte geschlossen habe. Bei den Ölmühlen zeigt sich am Montag eine unterschiedliche Preisgestaltung. Für Rapssaat, franko Straubing, ex Ernte, waren aus dem süddeutschen Handel 452 €/t zu hören, franko Obberrhein wurde ein Preisniveau von 465 €/t genannt.

Die Rapsbestände zeigen sich im Süden unterschiedlich. Während der Raps im nördlichen Bayern und im Norden Württembergs schlechter aus dem Winter gekommen sei, wie agrarzeitung.de aus der Region erfuhr, sehen die Bestände weiter südlich nach aktueller Einschätzung gut aus. (pio)
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