Rückläufige Exportnachfrage aus Nordafrika


Algerien steigert seine Weizenerträge. Der gute Kunde Frankreichs wird weniger Ware am Weltmarkt kaufen.

Algerien wird im laufenden Wirtschaftsjahr 2012/13 nur noch 5 Mio. t Weizen importieren. Davon geht die Außenstelle des US-Landwirtschaftsministeriums USDA in Algier in einem jetzt veröffentlichten Bericht aus. Zum Vergleich: In der vergangenen Vermarktungssaison 2011/12 hatte das nordafrikanische Land noch 6,5 Mio. t Weizen am Weltmarkt gekauft.

Das USDA begründet seine Einschätzung mit Produktivitätssteigerungen im Land selbst. Die algerische Weizenernte schätzen die Marktexperten auf 3,5 Mio. t. Das wären 700.000 t mehr als 2011/12. Bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 sind die Importe nach USDA-Berechnungen im zweistelligen Prozentbereich zurückgegangen.

Besonders stark wird die Importnachfrage nach Einschätzung des USDA in Algier bei Durum sinken. Brotweizen werde Algerien hingegen weiter nachfragen, berichten die Statistiker weiter, ohne die Werte näher aufzuschlüsseln. (pio)
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