Russland geht im Getreidehandel die Puste aus


Russland nähert sich seinem Exportziel. Das Tempo der Verschiffungen lässt nach.

Passend zu Überlegungen am Markt über mögliche Weizenimporte Russlands meldet das Agrarministerium in Moskau neue Zahlen: Gut 13,7 Mio. t Getreide hat das Land seit Beginn des Wirtschaftsjahres im Juli bis einschließlich Mitte Februar exportiert. Zuletzt hatte das Ministerium den Exportüberschuss im laufenden Wirtschaftsjahr 2012/13 mit 14,8 Mio. t beziffert. Viel Luft für weitere Getreideausfuhren hätte das Land in den verbleibenden viereinhalb Monaten der laufenden Saison demnach nicht mehr.

Allerdings lässt auch das Tempo der Exporte deutlich nach. Überschritten die Getreideausfuhren in den Sommermonaten regelmäßig die 1-Mio.-t-Marke, waren es von Anfang bis Mitte Februar gerade einmal 178.000 t, die verschifft wurden. Weizen hatte an diesen Ausfuhren einen Anteil von unter einem Drittel.

Teilnehmer am Getreidemarkt spekulieren über die Höhe des Einfuhrbedarfs in Russland. Laut Rabobank muss das Land im laufenden Wirtschaftsjahr 2,5 Mio. t Weizen importieren. Nach Einschätzung von Rohstoffanalysten hat nicht nur Kasachstan gute Chancen, sondern auch Frankreich und Deutschland. (pio)
stats